Dienstag, 13. August 2013

Ich will dich nicht loslassen.

Ich denke es ist so, wenn man sein Gedächtnis verliert, vergeht die Zeit erst viel zu schnell, dann gar nicht mehr. Man wird sagen "Ach, das ist doch schon lange her." egal ob es Sachen sind die zwei Wochen, dreißig Jahre oder zehn Sekunden zurückliegen. Das Gehirn versandet wie ein Flussbett. Erst bröckelt es nur ein bisschen am Rand, dann klatschen große Stücke vom Ufer ins Wasser. Der Fluss verliert seine Form und Strömung, seine Selbstverständlichkeit. Schließlich fließt gar nichts mehr, sonder schwappt nur hilflos nach allen Seiten. Weiße Ablagerungen im Gehirn lassen die elektrischen Ladungen nicht durch,  alle Enden wurden isoliert, und am Ende auch der Mensch. Isolation, Insel, Gerinnsel, Bernsteinarmreifen, Harz wurde hart im Wasser, Wasser wurde hart, wenn der Frost klirrte, Glas war aus Silizium, und Silizium war Sand, und Sand rieselt durch die Sanduhr, der Mensch vergisst, er verlernt zu sprechen, verlernt zu essen und am ende verlernt er zu atmen, und ich stehe dabei und kann rein garnichts tun. Ich sollte zum Arzt es wird langsam Zeit.

1 Kommentar:

  1. richtig guter Blog! Wirklich interessant zu lesen, ich seh vieles genauso, hast nen Follower mehr hehe.
    vielleicht schaust du ja auch mal bei mir rein :) isabellneuss.blogspot.de

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